Created: 25.03.2026

Student Perspectives

Student Perspectives: Viktoria Fries

(English version below)

Ich bin Viki und komme aus der Fachrichtung Archäologie. Seit ungefähr zwei Jahren arbeite ich bereits als studentische wissenschaftliche Hilfskraft für HESCOR. Besonders gereizt hat mich an HESCOR nicht nur die Multidisziplinarität, sondern auch die Möglichkeit, an verschiedenen Projekten mitzuwirken und diese aktiv zu unterstützen.

Vor allem durch die Teilnahme an Workshops und kleineren Konferenzen mit ganz unterschiedlichen Themenbezügen ist es immer spannend zu sehen, wie sehr sich einzelne Disziplinen unterscheiden können – und wie es dennoch möglich ist, sie miteinander zu verbinden. Gerade diese Perspektiven machen für mich den besonderen Reiz der interdisziplinären Arbeit aus. HESCOR bietet Studierenden dadurch eine tolle Gelegenheit, neue Ansätze kennenzulernen und Denkanstöße für eigene wissenschaftliche Interessen zu bekommen.

Im Rahmen meiner Arbeit beschäftige ich mich unter anderem mit Datenbanken zu Schmuckgegenständen aus der Zeit des Aurignaciens und Gravettiens in Europa (ca. 45.000-28.000 Jahre vor heute). Diese Gegenstände wurden an zahlreichen Fundstellen entdeckt und sind aus Knochen, Geweih, Zähnen sowie Schnecken und Muscheln hergestellt. Dadurch habe ich nicht nur die Möglichkeit, diese archäologischen Kulturgruppen besser kennenzulernen, sondern mich auch mit spannenden Fragen zur Verbreitung von Tierarten im späten Pleistozän und der damit verbundenen Rohstoffbeschaffung auseinanderzusetzen. Für mich als Studentin der Archäozoologie ist diese Arbeit eine besondere Gelegenheit, mich intensiv mit Tierarten aus einer sehr frühen Zeit zu beschäftigen.

Die Arbeit an den Datenbanken und die Auseinandersetzung mit den Fundmaterialien bieten somit nicht nur Einblicke in die materiellen Hinterlassenschaften des Aurignaciens und Gravettiens, sondern tragen auch dazu bei, Fragen zur Nutzung tierischer Rohstoffe und der Beziehung zwischen Mensch und Tier im späten Pleistozän besser zu verstehen.

 

English Version:

My name is Viki and I’m studying archaeology. I’ve been working as a student research assistant for HESCOR for about two years now. What particularly appealed to me about HESCOR was not only its multidisciplinary approach, but also the opportunity to get involved in various projects and actively participate in them.

It is always fascinating to see, primarily through participation in workshops and smaller conferences covering a wide range of topics, just how different individual disciplines can be – and yet how it is still possible to bring them together. For me, it is precisely these perspectives that make interdisciplinary work so appealing. HESCOR therefore offers students a valuable opportunity to discover new approaches and gain inspiration for their own academic interests.

As part of my work, I deal, amongst other things, with databases of ornaments from the Aurignacian and Gravettian in Europe (approx. 45,000–28,000 years ago). These objects have been discovered at numerous sites and are made from bone, antler, teeth, as well as snails and seashells. This not only gives me the opportunity to gain a better understanding of these archaeological cultural groups, but also to explore interesting questions regarding the distribution of animal species in the late Pleistocene and the associated procurement of raw materials. For me, as a student of archaeozoology, this work presents a unique opportunity to engage intensively with animal species from a very early period.

Working with the databases and analysing the archaeological finds thus not only provide insights into the material remains of the Aurignacian and Gravettian periods, but also help to answer questions about the use of animal resources and the relationship between humans and animals in the late Pleistocene.

 

Image Teaser: Unsplash

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